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Sankt-Georg-Kirche

Der kreuzförmige angelegte Bau der Sankt-Georgs-Kirche ist im Kern spätgotisch (Chor, Schiff und Turmunterbau)

Um 1618 wurde der Kirchenbau außen wie innen grundlegend verändert (u.a. Turmneuaufbau, geschmücktes Portal)

In den Jahren 1716-1718 erhielt sie ihr heutiges Aussehen. Dieser Umbau wurde nach einem Gutachten von George Bähr, dem Erbauer der Dresdener Frauenkirche, durchgeführt. Einrichtung und Ausstattung ist Barock, davon das Pfarr- und Patronatsgestühl aus dem frühen 18. Jahrhundert. In der Kirche befindet sich eine Sandsteinkanzel (1620) mit kindlichen Skulpturen, als Stütze dient ein geflügelter Engel , der ein Kissen auf dem Kopfe hält und darauf ein Korb mit eingemeißelten Figuren. Der Schalldeckel ist aus Holz und ebenfalls mit Figuren versehen.

Eine weitere Kostbarkeit ist die Taufe, ein Geschenk der Generalin von Brause aus dem Jahr 1718.

Als ältestes Ausstattungsstück hat sich die noch heute benutzte Sakramentsnische (auch Tabernakel oder Sakramentshaus genannt) erhalten. Ihre Entstehungszeit ist etwa die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie befindet sich heute in der Sakristei.

Der spätgotische Schnitzaltar wird einer Antwerpener Werkstatt zugeschrieben und vor 1495 datiert (genauere Holzuntersuchungen sollen hier Klarheit bringen). Er besteht aus zwei Aufsätzen, einem Georgs- und einem Kreuzschrein in einer Renaissanceumrahmung von etwa 1620. Zum Georgsschrein gehören zwei Flügel, die rechts und links neben dem Altar aufgestellt wurden. Sie zeigen weitere Bilder der Georgslegende. Der Altar wird z.Zt. mit finanzieller Hilfe der BASF Schwarzheide restauriert.

Die Orgel wurde in den Jahren 1717/18 von Gottfried Silbermann erbaut. Er schuf dieses Werk als achtes von 45 Orgeln. Sie hat zwei Manuale und Pedale, sowie 23 Register. Die Generalin von Brause stiftete dieses Instrument. Es kostete 1000 Taler. Im Kirchenarchiv befindet sich ein eigenhändig geschriebener "Contract" von Silbermann über diesen Auftrag.

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