Foto im Gruselkeller

Die Gruselmannschaft von Oliver Hofmann hat dafür gesorgt, dass die Schauer den Rücken herunter laufen. Foto: Mirko Sattler

„Die Gäste sind regelrecht süchtig danach. Im Durchschnitt haben wir rund 350 Besucher. Es ist aber auch schon einmal vorgekommen, dass es 500 Besucher aller Altersgruppen wurden“, weiß Gruselchef Oliver Hofmann, der mit weiteren 15 Geistern in den Kellerverliesen an diesem Abend sein Unwesen treibt. Einen ganzen Monat wurde auf diese Veranstaltung hingearbeitet. „Die Kabinette ähneln sich von Jahr zu Jahr, sind aber nie identisch. Hatten wir im letzten Jahr ein Labyrinth oder ein Spiegelkabinett, so sind daraus in diesem Jahr ein Schlächter- und ein Dämoninnenkabinett geworden“, erzählt der 26-jährige Hauptorganisator weiter, bevor er sich für seinen Auftritt zurechtmacht. Zum zweiten Mal erschrickt Tobias Engelmann die Gruselwilligen. „Ich stelle heute einen Zombie dar. Da wieder etwas Neues dabei ist, werden sich die Leute bestimmt gruseln und schreien“, sagte der 16-Jährige vom Heimatverein. Doch bevor es um 20.30 Uhr so richtig losgeht, gibt es für die Geister je einen Becher Glupschaugen-Bowle zum Vorgruseln. Dann heißt es „Alle auf ihre Plätze“ und der Spuk beginnt. Schon von Weitem kann man die Schreie hören. Der Weg durch das Gruselkabinett im Wasserschloss Großkmehlen ist nur mittels eines Lichtschlauches gekennzeichnet. Lange Schlangen bildeten sich vor dem Eingang des Schlosses. Alle wollten überrascht werden von quer stehenden Sofas, mit Theaterblut beschmierten Puppen, tief hängenden Spinnennetzen und Geistern, die aus dem Sarg steigen. „Wir sind schon zum dritten Mal beim Gruseln dabei. Es ist eine schöne Sache. Man erlebt etwas“, verriet Gerd Thieme aus Hirschfeld. „Schreie gehören doch dazu. Wir wollen doch Spaß“, ergänzt Freundin Karin Raack aus Großkmehlen. Zum ersten Mal sind Heide Hager und Sigrid Hötzel dabei. „Wir sind schon ganz neugierig. Unsere Stimmen haben wir geölt“, sagte die Ortranderin Heide Hager. Hinterher bedankt sie sich. „Es war super und cool. Mein Herz schlägt wahnsinnig. Tausend Dank an die Macher“. Das Gruseln ist auf eine Legende zurückzuführen. „Die Herren von Lüttichau sollen aus der Kirche den Altar geraubt und ihn mit verschiedensten Tricks und auf vielen Wegen in das Schloss gebracht haben. Alles beruht auf die Georgslegende“, weiß Heimatvereinsschatzmeisterin Dorit Engelmann. An dieser Stelle bedankt sich der Heimatverein bei der Schlösser-GmbH für die freundliche Unterstützung. misa