Es riecht noch nach frischer Farbe: Die neue Turnhalle der Gemeinde Großkmehlen ist gestern feierlich eingeweiht worden. Die „Cheerleader“ der Grundschule „Am Schloss“ führten aus diesem Anlass mehrere Tänze vor und begeisterten das Publikum. Foto: Mirko Sattler

„Seid willkommen, die Turnhalle ist fertig“ sangen die Grundschüler im Kanon zur Melodie von „Bruder Jakob“ während der Einweihungsfeier. „Wir hoffen, dass die schöne Halle eine positive Wirkung auf das Vereinsleben in unserer Gemeinde hat“, sagte Achim Hirte, Vorsitzender des Sportvereins (SV) Großkmehlen während seiner Rede. Der SV war es auch, der die Sanierung mit dem Beantragen der Fördermittel angestoßen hatte.

Insgesamt lagen die Investitionskosten nach Angaben der Ortrander Bauamtsleiterin Steffi Schumann bei etwa 430 000 Euro. Ungefähr 60 Prozent des Geldes stammten aus dem Fonds für inte grierte ländliche Entwicklung sowie aus dem Sonderförderprogramm „Goldener Plan Ost“. Der Ortrander Amtsdirektor, Kersten Sickert, lobte die Gemeinde dafür, wie sie verstehe aus einem Euro drei zu machen. Großkmehlens Bürgermeister Gerd Müller-Hagen fügte hinzu, dass das nur möglich sei, weil die Gemeinde schuldenfrei ist und den geforderten Eigenanteil aufbringen konnte.

Jetzt hofft Gerd Müller-Hagen auf eine rege Nutzung des Gebäudes. Während die Kinder der Grundschule „Am Schloss“ vormittags die Turnhalle nutzen, zieht am Nachmittag der Sportverein mit Tischtennis- und Gymnastikgruppen oder dem Fußballnachwuchs ein. Er wies außerdem darauf hin, dass die Turnhalle, die der größte Versammlungsraum in Groß kmehlen sei, auch für kulturelle Veranstaltungen wie etwa Konzerte gemietet werden könne.

Das Ambiente würde passen: Die Turnhalle ist zwar für eine sportliche Nutzung ausgelegt, doch sie wirkt gemütlich durch den beige-blauen Teppichbodenbelag, der die Hälfte der Hallenfläche und der Wände bedeckt. „Das ursprüngliche Parkett musste leider entfernt werden“, erklärte Müller-Hagen. Es sei durch einen Wasserschaden während des Orkans „Kyrill“ beschädigt worden. Eine Besonderheit ist, dass in dem neuen Fußboden sogar eine Heizung integriert ist. Komplett erneuert sind auch Dach, Fenster, Fassade und die sanitären Anlagen „mit Duschen, wie sie mancher vielleicht nicht zu Hause habe“, so Sickert.
Von Jana Tschitschke